Johann H. Gorkiewicz ▫Künstler
|| |DANK|
|HINWEISE ZUM ERWERB DER KUNSTWERKE|
|KUNSTWERKE ALS REPRÄSENTATION...|
|AUSSTELLUNG| |ARCHIV ÜBERSICHT||ARCHIV|
|VITAE|


H.J.G. spricht über das Bild 'das Leuchten' mit einer Künstlerin, Cafe Brückl Stubenring, 3.Dez 2006

Die Entscheidung...

sich künstlerischer Tätigkeit zu widmen traf H.J.G. 1982: Spät in Bezug auf seine Lebensjahre, früh aus der Sicht des Künstlers. Der erlernte Beruf des Innenarchitekten war mehr Broterwerb als eine wirkliche Berufung. Bereits in der Schulzeit war das Talent und die Liebe zur Kunst spürbar. Förderer für seine bislang verborgen gebliebenen Talente hatte er damals schon. Sein wichtigster Begleiter Akad. Maler Mag.Art.Prof. Harro Pirch unterrichtete Freihandzeichnen, Schrift, sowie Form und Farbe an der HTL Mödling Abteilung Design und Innenraumgestaltung. Hier fand er seinen ersten analytischen Zugang zur Farbenlehre des Johannes Itten.

H.J.G. musste älter werden um für dieses Metier Erfüllung zu finden. Seine Begeisterung für die Malerei war stets und auch als großväterliches Erbe vorhanden: Noch während seiner Tätigkeit als Innenarchitekt organisierte er insgesamt 12 Ausstellungen in exclusiven Einrichtungsgeschäften zum Thema „Wohnen mit Kunst“ mit bekannten Künstlern. Unter anderen z.B. eine Gruppenausstellung „die Wiener Schule des phantastischen Realismus“ wie
Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden u.a. sowie Einzelausstellungen
Apr 1977 mit dem bekannten Mödlinger Maler Prof. Hans Essinger (1900-1977),
1978 mit Mag.Art.Prof. Harro Pirch,
Sep 1979 mit Prof. Franz Hametner (1912-1993),
1979 dem bekannten österreichischen Aquarellist Kurt Panzenberger,
1980 mit Franz Luby (1902-1998),
1984 mit Genia Henny Heller, um nur die wichtigsten zu nennen.

Dies war nun die Zeit wo die Begeisterung für die Kunst so groß wurde, bis es nicht mehr anders ging. Er begann selbst zu malen (1982). Die Folge: Ein chaotisches Leben in jeder Hinsicht: Beruflich, privat und sozial. Nur die Malerei verschaffte eine Art von Stabilität auf der inneren Ebene. Vieles was ihm bisher lieb geworden war musste aufgegeben werden... Dies auch aus der Bewältigung seiner persönlichen sowie übergeordneten, spirituellen geschichtlichen Vergangenheit. Sein Großvater war ausgebildeter Kunstmaler und verstarb als Berichterstatter ohne Waffengebrauch durch das Sinken eines torpetierten Schiffes 1918 in den Wirren des Krieges im Alter von achtunddreissig Jahren.

In die Zeit seiner geschichtlichen Auseinandersetzung fällt die letzte Begegnung (1994) mit einem bislang in Österreich in der Öffentlichkeit nicht so bekannten Maler: Prof. Franz Hametner (1912-1998), ein Maler der in seiner Stille und Bescheidenheit unbeirrbar seinen Weg ging. Er wurde für H.J.G. ein Vorbild in Bezug auf die Ehrlichkeit in der Malerei. Dennoch war die Zeit noch nicht gekommen um mit seinen Arbeiten in dem Ausmaß nach außen gehen zu können die es ihm ermöglicht dabei die Innere Orientierung nicht zu verlieren. Seine Malerei war Selbstzweck.

Dies ist in den Bildern erkennbar, ja spürbar. Nichts, schon gar nichts deutet darauf hin, dass er malt, was gefragt ist, was ankommt, was ankommen soll, was andere wollen, sondern das was aus seinem Inneren kommt. Damit sind seine Arbeiten über den Selbstzweck hinaus Mittel geworden, um aus der Balance Geworfenes wieder ins Zentrum der eigenen inneren Mitte zu bringen.

K.V.W. zur Ausstellung Herz & Himmel am 8. Sep 2005